Mit inlingua an die Uni

FREIBURG - Assil Said (21) hatte 2017 einen dreimonatigen B2 Kurs bei der inlingua Business Academy absolviert und beginnt jetzt ein einjähriges Studienkolleg in Konstanz. Gerade hat er hierfür bei inlingua in Freiburg den Vorbereitungskurs VKStudi+ erfolgreich abgeschlossen. Jetzt erzählt er über seine Zukunftspläne.

 

Du hast 2017 bei inlingua innerhalb von drei Monaten einen B2-Kurs gemacht und erfolgreich mit einem B2-Zertifikat abgeschlossen. Wie bist du auf diesen Kurs gekommen?

Ich wollte von Anfang an einen B2-Kurs machen und hatte Glück, dass ich bei inlingua in Freiburg noch einen gefunden habe. Für mich war das eine neue Erfahrung, da ich vorher noch nie an einer Sprachschule war. Ich habe nach einem kurzen Beratungsgespräch dann einen Einstufungstest gemacht und bin sofort in einen B2-Kurs gekommen. Das war im Grunde wie ein Sprung ins kalte Wasser.

 

Du bist ja hier in Deutschland geboren, hast aber den größten Teil deines Lebens in Jordanien gelebt. War es für dich eine große Umstellung, hierher zurückzukommen?

Es war für mich schon eine große Umstellung, vor allem, weil ich wenig Deutsch sprach, obwohl ich eigentlich Deutscher bin. Mein Vater ist Deutscher und meine Mutter ist Jordanierin und wir sind kurz nach meiner Geburt aus Deutschland nach Jordanien umgezogen.


Hattest du schon damals ein konkretes Ziel vor Augen?

Ich wollte auf jeden Fall in Deutschland studieren, das war nach meinem Abitur in Jordanien mein Ziel. Ich hatte damals auch schon das Studienfach im Blick, ich wollte Mikrosystemtechnik studieren.

Welche Unterstützung hast du damals bekommen?

Unterstützung bekam ich von meinem Vater, er hat mir auch die Impulse hierfür gegeben. Als ich dann in Deutschland war, habe ich über das Internet viele neue deutsche Freunde kennengelernt, vor allem aus Hamburg. Die haben mir auch dabei geholfen, meine Deutschkenntnisse auszubauen und zu verbessern. Über diese neuen Bekanntschaften habe ich auch geschafft, meine Deutschkenntnisse von Anfang an etwas zu verbessern.


Was waren die größte Herausforderungen, mit der du zu tun hattest?

Ein paar haben schon ein wenig überrascht reagiert, dass ich zwar Deutscher bin aber kaum Deutsch sprach. Aber sie haben das positiv aufgenommen. Richtige Probleme oder „Integrationsprobleme“ hatte ich zum Glück keine.

 
Wie bist du auf das Studienkolleg aufmerksam geworden?

Ein Studienkolleg ist notwendig für diejenigen, die an einer deutschen Universität studieren wollen, aber kein deutsches Abitur haben. Schon während des B2-Kurses hat Dr. Hadid uns auf das Studienkolleg aufmerksam gemacht, in dem alle, die an ein Hochschulstudium interessiert sind, sich ein Jahr lang darauf vorbereiten können. Insgesamt hat mir Dr. Hadid sehr dabei geholfen und ermutigt, mich für das Studienkolleg zu bewerben. Dafür habe ich auch den speziell dafür vorgesehenen Vorbereitungskurs VKStudi+ hier bei inlingua in Freiburg besucht.

 

Was erwartest du vom Studienkolleg? Was hoffst du dort machen bzw. mitnehmen zu können?

Ehrlich gesagt, habe ich noch keine wirkliche Vorstellung davon, wie das Studienkolleg aussehen wird. Ich bin aber sehr froh, dass ich es ins Studienkolleg geschafft habe. Die Aufnahmeprüfung dafür war sehr schwer und bestand aus drei Teilen: Deutsch, Mathe und Physik. Jeder Teil alleine hat eine Stunde gedauert und am Ende des Tages ist man einfach nur erschöpft – physisch und mental, aber erleichtert. Umso größer war die Erleichterung, als ich erfahren habe, dass ich die Prüfung bestanden hatte.

Wir gratulieren dir dazu! Und was ist dann dein nächster Schritt?

Das Studienkolleg mache ich in Konstanz und nach diesem einen Jahr will ich dann mein Studium in medizinischer Technik ebenfalls in Konstanz beginnen.

Wo setzt du deine Schwerpunkte? Was sind deine langfristigen Pläne und Ziele?

Ich möchte meinen Schwerpunkt im Studium auf Mikrosystemtechnik setzen und in Konstanz kann ich genau das machen, gerade in Verbindung mit medizinischer Technik. Wenn ich dann am Ende meinen Master habe, möchte ich dann in dem Bereich etwas finden – eventuell in der Entwicklung medizinischer Geräte.

Welchen Ratschlag würdest du generell jemandem geben, der generell einen Deutschkurs besucht?

Dass sie sich nicht zu sehr vom Deutschkurs abhängig machen soll.

Was meinst du mit „abhängig machen“?

Viele Kursteilnehmer versteifen sich auf ihren Deutschkurs und blockieren sich damit selbst in ihrem Lernfortschritt. Ich hatte den großen Vorteil, dass meine Phonetik bereits von Anfang an da war, dass ich fließend Englisch spreche und auch eine große Eigeninitiative mitgebracht habe, um Deutsch zu lernen. Ich habe auch verschiedene, ungewöhnliche Methoden genutzt, um mein Deutsch zu verbessern.

 
Ungewöhnlich in welchem Sinne?

Ich spiele viele Online-Games und habe dadurch auch einige deutschsprachige Freunde gefunden. Da ich die Spiele immer auf Deutsch spielte, konnte ich so meine Sprachkenntnisse verbessern und maßgeblich ausbauen. Das muss man machen, wenn man eine Sprache lernt. Man muss neben dem Unterricht auch in seiner Freizeit Zeit für die neue Sprache investieren. Wichtig war für mich auch, dass ich das Schreiben intensiv trainiert habe. Das Thema ist dabei nicht so wichtig, man sollte sich aber ein Thema auswählen, das man interessant findet und über das man schreiben kann. Das Schreiben hilft ganz besonders, um die Grammatik auswendig zu lernen und die Strukturen zu verstehen.

 

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